Nachmittagsgedanken

Ich steh allein im Regen,
alles trist und grau.
Warum ist es so trostlos?
Man weiß es nicht genau.

Die Landschaft zieht vorüber,
die Welt wird winzig klein.
Ich frage immer wieder
nach dem Sinn vom Sein.

Ich fahre immer weiter,
immer öfter, einfach fort.
Bin immer an auf der Suche,
nach dem ganz besondren Ort.

Dem Ort an dem ich sein kann,
so wie ich wirklich bin.
Und bin ich einmal dort,
schmeiß ich die Maske hin!

Lass alle Schilde fallen,
und zeig mein wahres ich,
dann scheint endlich die Sonne
wieder in mein Gesicht.

Ich breite meine Flügel
die lang verborgen warn,
und flieg in eine Zukunft
wunderbar hell und warm.

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Hello again!

For those of you who have wondered why I have stopped writing: I haven’t. I just got involved in projects where I get to write, and therefore didn’t take the time to write for myself. In the last few days people made me realise that many of you might be interested in my other writings as well, but you might not have got the chance to read them yet. So I decided to put some of my other writings in this blog. If I’ve got time I might as well tell you more about those projects.

 

EYP Journalism: The National Session of EYP Latvia

For now, I will start with the most recent texts: my articles from my last EYP session. For those who are not familiar with it: I might write more about the European Youth Parliament in the next days.

It is already more than 2 weeks ago and quite some stuff has happened since then, yet still the memory of the session is more than present. I had a really good time in Latvia, and I think our academic output, being articles, was quite nice as well. Here you can see the two issues of the session, with my article already selected. If you’re interested, feel free to read all the articles, they’re quite good.

Also I’d love to hear your opinion on the topics as well as feedback on the texts. Enjoy reading 😉

Issue 1

Issue 2

 

Eine Trauerrede

Werte Trauergemeinde, liebe Trauerfamilie, Freunde und Verwandte:

Wir haben uns heute hier versammelt, um uns von unserem geliebten Freund, Lebenspartner und Vater, zu verabschieden: dem Niveau. Auch wenn sich viele in seiner Gegenwart unwohl fühlten und er oft sogar die Gesellschaft anderer verweigerte, so hat er doch unser aller Leben bereichert. In seinen jungen Jahren war er noch viel unterwegs, war gern unter Leuten und hat so auch bald seinen zukünftigen Lebenspartner kennengelernt: den Intellekt. Nach dem Studium, in dem er sich dann auch endgültig in den Intellekt verliebte, begann sich dies langsam zu ändern. Er verbrachte immer mehr Zeit mit dem Intellekt, und schlussendlich fassten sie dann den Entschluss, eine Lebenspartnerschaft einzugehen. Diese Entscheidung machte ihn nicht gerade beliebt, denn Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften war und ist ja nicht allzu weit verbreitet.

Die Vermählung war dann für viele das letzte Mal, dass sie mit den beiden zu tun hatten, denn nach der Feier und den darauffolgenden Flitterwochen, in denen sie die ganze Welt bereisten, zogen sie sich in ihr gemütliches Häuschen zurück und empfingen nur noch ausgewählte Gäste. Diejenigen jedoch, die noch regelmäßigen Kontakt mit Niveau und Intellekt pflegten, und da stimmen Sie mir sicher zu, können bestätigen, dass sie trotz ihrer Zurückgezogenheit ein gutes Gespräch sehr zu schätzen wussten.

Trotz seiner schlimmen Krankheit hat das Niveau auch in den letzten Jahren nicht aufgegeben und versucht, noch so viel Zeit wie möglich mit den ihm treu gebliebenen Menschen zu verbringen, und ich als einer derjenigen darf sagen: es war, trotz Krankheit, eine schöne Zeit.

Dass er schlussendlich von uns gegangen ist, trifft uns – obwohl es absehbar war – doch schwer. Die guten Gespräche und Diskussionen mit ihm werden mir sicherlich genauso fehlen wie seine Lebensweisheiten, mit denen er mich immer wieder auf den richtigen Weg zurückgebracht hat, und damit bin ich sicher nicht allein.

Zu guter Letzt bleibt mir nur noch, seiner Familie mein aufrichtiges Beileid auszudrücken und ihr viel Kraft zu wünschen. Niveau, alter Freund, ich werde dich nicht vergessen, und du wirst in unseren Köpfen und Herzen weiterleben.

Und keiner denkt an die Soldaten

Immerzu hört man von Gräueltaten der Soldaten im Kongo, von Vergewaltigung, Brandschatzung und Zerstörung. Die Menschen im Land leiden, und die beinahe einzige Einnahmequelle des Landes, die Erzminen, sind der Grund dafür. Um die wertvollen Erze illegal über Zwischenhändler zu vertreiben, werden die Konflikte immer wieder angefacht und das Chaos aufrechterhalten.

Die Soldaten der Armee greifen auch nicht ein, sie kassieren entweder illegale Zölle für die Schmuggelware oder sind ohnehin selbst mit im Geschäft. Man könnte wirklich meinen, dass sie das größte Übel sind, denn sie hätten die Möglichkeit, dem ein Ende zu setzen.

Doch ist es nicht die Gesellschaft, die sie dazu zwingt, solche Dinge zu tun? Sind es nicht die unzähligen Möglichkeiten, etwas Schlechtes zu tun, die einem kaum eine andere Wahl lassen?

Hinzu kommt noch, dass, auch wenn Vergewaltigungen an der Tagesordnung stehen, das doch nicht das Wahre für die meisten Männer ist, also muss ab und zu ein leichtes Mädchen her, was nicht immer billig ist. Außerdem müssen die meisten der armen Soldaten auch noch für Frau und Kinder zu Hause sorgen, und eine Familie geht ins Geld.

Und wenn wirklich einmal jemand vergewaltigt wird, dann doch sicher nicht ohne Grund! Ich meine wer würde nicht gerne einer Frau die Gedärme zerfetzen, nachdem sie einem stundenlang die Ohren voll jammert?

Man muss doch noch lange keine internationalen Sanktionen wie eine Importsperre für Erze aus Kongo in Erwägung ziehen, nur weil irgendjemand die eine oder andere Menschenrechtsverletzung anprangert. Außerdem würde dadurch nicht nur den Händlern, sondern in weiterer Folge auch den armen Soldaten, ihren Familien und nicht zuletzt den leichten Mädchen die Lebensgrundlage entzogen werden, und das wäre ja mehr als unmenschlich.

Die vernünftigste Lösung, falls es denn überhaupt eine Lösung gibt, wäre, die USA in den Kongo einrücken zu lassen, damit sie den Schmugglern die Minen entziehen, die Sicherheit im Land wiederherstellen und den Bewohnern Entwicklungshilfe leisten können. Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass die Republik Kongo zu den vier wichtigsten Öl- und Gaslieferanten Afrikas zählt, steht dem Ganzen eigentlich nichts mehr im Wege.

Arbeiten

Wenn man als Schüler im Sommer arbeiten will, um sich etwas Geld dazuzuverdienen, kommt dafür so einiges in Frage:  Vom Büro über das Gastgewerbe und den Bau bis hin zu fachspezifischen Tätigkeiten ist so einiges möglich. Wie zufrieden man damit ist hängt aber oft nicht nur von Tätigkeit und Bezahlung ab, sonder auch sehr vom Arbeitsumfeld. Denn ich für meinen Teil mache lieber einen langweiligen Bürojob, bei dem ich freundliche Kollegen habe und mich im Büro wohl fühle, als einen unglaublich Interessanten, bei dem ich wegen jedem noch so kleinen Fehler beschimpft werde. Doch man kann nicht immer alles haben, und ab und zu hat man eben Pech. Dann heißt es durchbeißen, die paar Wochen wird man überleben. Was ist aber, wenn einem das bei seiner festen Anstellung passiert? Denn Tätigkeit und Bezahlung sind normalerweise im Vorhinein klar, doch mit wem man zusammenarbeitet merkt man erst, wenn man angefangen hat. Und einfach kündigen ist für viele auch keine Option, denn meist ist Miete zu zahlen, eine Familie zu versorgen, ein Auto zu erhalten. Aber ist es das wert, dafür alles hinzunehmen? Gemobbt und schikaniert zu werden? Sich jeden Morgen erneut dazu zu zwingen, dort hin zu gehen?
Aber was bleibt einem anderes übrig? Ist es das Risiko wert zu kündigen?
Das muss jeder für sich entscheiden.

Gedankengänge

Manchmal frage ich mich wirklich, welchen Sinn das Ganze hat. Ich lese die Texte, sehe die Bilder, lache, werde traurig, fühle mich verstanden, denke mir „was für Idioten“. Ich lese, höre Musik, denke nach. Über das Leben. Die Liebe. Die Zukunft. Über alles eben. Und dann die große Frage: Hat dass alles wirklich einen Sinn?

Das Buch spielt fernab der Realität. Die Musik erzählt von Liebe und Leiden, von Macht, Geld und Terror, von Alkohol, Sex und Drogen, vom Leben und vom Tod. Die Gedanken schweifen ab.

Was sie wohl gerade macht? Ob sie meine Nachricht schon gelesen hat? Wenn ja, warum schreibt sie nicht zurück?

Ach egal. Es gibt wichtigeres.

Oder?

Ich suche neue Ablenkung, neue Bücher, neue Musik, neue Bilder, neue Texte. Neuen Laptop, neues Handy, neuen Fernseher. Neue Freunde, neue Familie, ein neues Leben. Neues Mädchen. Denn die alten Sachen sind kaputt, abgenutzt, langweilig, verloren. Nicht mehr das was sie einmal waren. Und doch, sie wecken Erinnerungen. Schöne, schmerzhafte, langweilige, aufregende. Das volle Programm.

Und ich frage mich wieder: Macht das denn wirklich Sinn?

Ich lese weiter. Der Held findet seine große Liebe. Wenn es doch nur so wäre. Und ich denke an sie. Langsam könnte sie wirklich schreiben. Aber sie hat an einem Sonntag sicher besseres zu tun als den ganzen Tag vorm PC zu sitzen.

Tja, ich nicht. Oder doch?

Ich weiß nicht. Hab keine Lust irgendwas Sinnvolles zu machen.

Und doch…

Ich würd sie echt gern mal wieder sehen. Und sie mich scheinbar auch…

Aber wie wird das sein, sie wieder zu sehen? Ich mein was wird das für ein Gefühl sein? Liebe oder Freundschaft? Ich bin mir nicht sicher.

Und der Lautsprecher dröhnt: “Speechless and redundant, cause I love you is not enough, I’m lost for words. “ – Das wäre auch nicht das erste Mal.

Ich frage mich ob sie das hier liest… und ob sie weiß dass sie gemeint ist. Würde es etwas ändern? Ich weiß es nicht…

Verdammt! Sollte ich nicht lernen? Aber ich hab keine Lust. Da langweile ich mich lieber. Und lese. Und höre Musik. Und denke nach.

Sinn, wo bist du?

My nervousness

Long time has passed since the last blog entry, and this one brings something new: As you may have noticed, I am writing in English. This is to practice my writing skill as well as to seem a bit more… you know… „professional“. Whatever.
The title says „My nervousness“, and this is one of my biggest problems: From presentations at school and doing things like talking or playing the trumpet in front of an audience through to talking to a girl (sometimes even to my girlfriend!) and to other people I don’t know, I just can’t stop getting nervous. And this is really annoying sometimes. Especially in oral exams.
I mean, if I do something more often, it gets better. For example presenting things in front of my class is no problem anymore since I got used to them as an audience. And also the thing about talking to a girl is quite ok most of the time when I talk to my girlfriend, because I got kind of used to it.
But there are too many things you cannot practice or do that often to get used to it, and those are the real problems. Take for example the FCE exam I am taking. Today was the speaking part, and I practiced a lot with friends, and it went quite good, but when I sat in front of the examiner I just started stammering and playing around with everything I got into my fingers. The two women who talked to us were quite friendly, but this didn’t help.
So if anybody out there knows a solution for my problem, or just anything which helps me not getting nervous in situations I cannot prepare for, please tell me!
And because I am no native and I am still learning this language, it would be very kind of you to tell me about my mistakes and also to explain them. Thanks in advance 😀