Und keiner denkt an die Soldaten

Immerzu hört man von Gräueltaten der Soldaten im Kongo, von Vergewaltigung, Brandschatzung und Zerstörung. Die Menschen im Land leiden, und die beinahe einzige Einnahmequelle des Landes, die Erzminen, sind der Grund dafür. Um die wertvollen Erze illegal über Zwischenhändler zu vertreiben, werden die Konflikte immer wieder angefacht und das Chaos aufrechterhalten.

Die Soldaten der Armee greifen auch nicht ein, sie kassieren entweder illegale Zölle für die Schmuggelware oder sind ohnehin selbst mit im Geschäft. Man könnte wirklich meinen, dass sie das größte Übel sind, denn sie hätten die Möglichkeit, dem ein Ende zu setzen.

Doch ist es nicht die Gesellschaft, die sie dazu zwingt, solche Dinge zu tun? Sind es nicht die unzähligen Möglichkeiten, etwas Schlechtes zu tun, die einem kaum eine andere Wahl lassen?

Hinzu kommt noch, dass, auch wenn Vergewaltigungen an der Tagesordnung stehen, das doch nicht das Wahre für die meisten Männer ist, also muss ab und zu ein leichtes Mädchen her, was nicht immer billig ist. Außerdem müssen die meisten der armen Soldaten auch noch für Frau und Kinder zu Hause sorgen, und eine Familie geht ins Geld.

Und wenn wirklich einmal jemand vergewaltigt wird, dann doch sicher nicht ohne Grund! Ich meine wer würde nicht gerne einer Frau die Gedärme zerfetzen, nachdem sie einem stundenlang die Ohren voll jammert?

Man muss doch noch lange keine internationalen Sanktionen wie eine Importsperre für Erze aus Kongo in Erwägung ziehen, nur weil irgendjemand die eine oder andere Menschenrechtsverletzung anprangert. Außerdem würde dadurch nicht nur den Händlern, sondern in weiterer Folge auch den armen Soldaten, ihren Familien und nicht zuletzt den leichten Mädchen die Lebensgrundlage entzogen werden, und das wäre ja mehr als unmenschlich.

Die vernünftigste Lösung, falls es denn überhaupt eine Lösung gibt, wäre, die USA in den Kongo einrücken zu lassen, damit sie den Schmugglern die Minen entziehen, die Sicherheit im Land wiederherstellen und den Bewohnern Entwicklungshilfe leisten können. Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass die Republik Kongo zu den vier wichtigsten Öl- und Gaslieferanten Afrikas zählt, steht dem Ganzen eigentlich nichts mehr im Wege.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Und keiner denkt an die Soldaten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s